Tour nach Amberieu 2018

2.000 km in die Partnergemeinde

Killer Mozart und Lothar haben die Partnerstadt Amberieu und den dortigen Club ASMB besucht. Der große Unterschied zu den sonst üblichen Besuchen von Abordnungen der Marktgemeinde bestand auch darin, dass nicht der schnellste und kürzeste Weg mit 665 km über die Autobahn gewählt wurde. Die drei legten auf Hin- und Rückweg durch Österreich, Schweiz Frankreich und Italien insgesamt 2.000 km auf den Motorrädern zurück. Leider nicht bei komplett trockener Witterung, aber zumindest größtenteils. Anregung des Besuchs in Amberieu war dabei das Oldtimer-Motorrad-Treffen mit Demonstrations-Bergrennen des dortigen Motorsportclubs ASMB. Bevor die Motorräder vor dem Tresen der Veranstaltung geparkt werden konnten, standen 6 Pässe in 3 Ländern und über 800 km dazwischen. Pünktlich zum Regenbeginn in Mering wurde um 8 Uhr gestartet. Glücklicherweise war der Regen bereits in Lagerlechfeld vorüber. Der höchste deutsche Pass, der Riedbergpass stand dann nach knapp 140 km als erstes auf der Liste der Pässe. Bevor es zum Faschinajoch weiterging hieß es sich eine halbe Stunde wegen Viehtriebs in Geduld üben. Im Rheintal in Feldkirch angekommen machte sich die Österreichische Verkehrsregelung bezahlt - Motorräder dürfen an stehenden Kolonnen vorbeifahren.
https://www.nachrichten.at/anzeigen/motormarkt/motor/Vorbeischlaengeln-das-ungeliebte-Recht;art111,2538052
Vor dem Grenzübertritt in die Schweiz wurden nochmals Fahrer und Gefährt günstiger aufgetankt. Nachdem nun einige Kilometer zügig im Rheintal zu nächsten Passhöhe des Oberalppasses mit 2.044 m zurückgelegt wurden, konnte in der Schweiz eine weitere Differenz zum deutschen Verkehrswesen bewundert werden. Auf Schweizer Autobahnen ist die LKW-Dichte sehr gering, die Konsequenz aus einer strikten Verlagerung der Güte auf die Schiene. In der Schweiz fahren nur die LKW’s auf der Straße, welche Ware zum Endkunden bringen. Auch wenn die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen in der Schweiz auf 80 km/h begrenzt ist, tut dies dem Kurvenspaß auf den Pässen keinen Abbruch, zumal die Geraden zwischen den Kurven nur kurzzeitig höhere Geschwindigkeiten zuließen. Nach den weiteren Pässen Furka und Grimsel war nach ca. 440 km die erste Übernachtung in Innertkirchen erreicht. In einem Hotel, welches nahezu nur von Motorradfahrern belegt war klang der Abend aus. Nachdem am Freitag bedingt durch Abfahrt im Regen und Passhöhen über 2.400 Metern noch wärmere Kleidung angesagt war, ging es am Freitag mit dem Jaunpass auf gerade einmal 1.509 m nicht so weit hinauf. Für Amberieu waren immerhin bis zu 37 Grad angesagt und rund um den Genfer See wo die Tour entlang führte sollte es auch nicht wesentlich kühler werden. Bei der Auffahrt zum Jaunpass konnte gleich wieder von dem netten und freundlichen Umgang der Schweizer Verkehrsteilnehmer profitiert werden. Ganz selbstverständlich wird hier schnelleren Fahrzeugen die Gelegenheit zum Überholen eingeräumt, unabhängig davon ob PKW oder Motorrad. Man möge sich so etwas mal am Oberjoch vorstellen. Nach Vorbeifahrt am Michael Schumacher Grundstück (von außen nicht wirklich zu erkennen) galt es sich ab Genf an die französische Straßenqualität zu gewöhnen.